Auf Leben programmiert – Wer kennt die Zehn Gebote?

Was sagen Sie dazu? Haben Sie Verständnis für den Konflikt dieses Mannes? Oder haben Sie nur ein müdes Lächeln: „Der ist eben für das rauhe Geschäftsleben nicht geeignet.“ Sind die Erfolgreichen die, die ihr Gewissen mit einem Betonmantel umgeben haben? Die rührt nichts mehr. Eiskalt und rücksichtslos dem finanziellen Erfolg verpflichtet.

 

Die Kindereporter haben den Mann auf der Straße gefragt:" Was ist das wichtigste Gebot?" -  „Das wichtigste Gebot ist das erste Gebot“, sagte er. „Und wie heißt das erste Gebot?“ - "Du sollst nicht lügen!"

 

Soll man lachen oder weinen?

 

Die Antwort des Mannes war zwar keine Lüge, aber ein Irrtum. Allerdings, so schlecht wäre es nicht, wenn alle Menschen dieses Gebot als das wichtigste sehen könnten. Wir haben doch alle eine Sehnsucht nach Verlässlichkeit. Wir möchten die frische Luft der Ehrlichkeit atmen. Es tut einfach gut, wenn man sich auf die Worte eines anderen Menschen verlassen kann.

 

Aber in Deutschland geht es seit Jahren nach dem Motto: "Der Ehrliche ist der Dumme." Kein Wunder, dass das Leben anstrengend und ermüdend wird! Wer andere betrügt, muss immer damit rechnen, dass er auch von anderen betrogen wird. Also muss man dauernd auf Verteidigung bedacht sein. Außerdem darf man seine eigene Lügen nicht vergessen, damit man nicht durch irgendwelche Widersprüche auffällt. Das ist wirklich anstrengend.

 

Also, es wäre nicht schlecht, wenn das Gebot "Du sollst nicht lügen!" das erste Gebot wäre. Wir haben da ein echtes Problem. Alle wissen irgendwie, was gut ist und was man  tun sollte. Aber es geschieht eben nicht. Die Verhältnisse sind nicht so. Die Menschen sind nicht so. Und deshalb reden wir viel darüber, was gut wäre, aber wir tun es nicht. Und allmählich denken wir, das wäre wie ein Schicksal und Naturgesetz.

 

In der Stadt Essen im Ruhrgebiet wirkte über 40 Jahre bis 1966 der Pfarrer Wilhelm Busch.  Er wurde durch seine Vorträge und Bücher in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt. Er sprach ziemlich gerade heraus und gebrauchte auch schon mal drastische Vergleiche wie diesen: "Den Menschen Moral zu predigen, ist, als sagten wir einer Kuh, sie solle Klavier spielen. Sie kann es nicht. Sie hat die Voraussetzungen nicht dazu." Das ist ein hartes Wort. Das empfinden wir als beleidigend. Die meisten glauben doch, dass sie irgendwie einen guten Kern in sich haben. Aber wir müssen uns doch fragen, warum dann aus den guten Erkenntnissen und Vorsätzen keine guten Taten werden.

Information tut gut

Immerhin, viele Menschen in Europa sind der Überzeugung, dass die Zehn Gebote eine gute Grundlage für unser Leben wären. Weil viele, die diese Überzeugung vertreten, bei Nachfragen gar nicht genau wissen, welches die Gebote sind, sollten wir etwas Aufklärung betreiben. Sie finden die Zehn Gebot in der Bibel gleich zweimal: 2. Mose 20 – das zitiere ich im Folgenden – und noch einmal 5.Mose 5.

Und Gott redete alle diese Worte: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. G
edenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest.  Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.


Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

Du sollst nicht töten.

Du sollst nicht ehebrechen. 

Du sollst nicht stehlen.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.“

 

Wie es dazu kam

 

Wie sind die Zehn Gebote eigentlich entstanden? Die Bibel berichtet uns, dass das Volk Israel unter der Leitung des Mose und unter dramatischen Umständen aus einer Jahrhunderte langen Gefangenschaft in Ägypten befreit wurde. Diese Befreiung war eine wunderbare Tat des lebendigen Gottes. Das konnte letzten Endes auch der ägyptische Pharao nicht mehr bestreiten.

 

Israel zog von Ägypten aus auf die Halbinsel Sinai. Dort am Berg Sinai geschah eine Begegnung mit Gott, die nicht nur die Geschicht des Volkes Israel, sondern auch die Geschichte der gesamten Welt bis heute entscheidend bestimmt hat. Dort offenbarte dem Mose die Zehn Gebote.

Die Liebeserklärung Gottes

Das erste Gebot lautet: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

 

 

Der erste Satz ist überhaupt kein Gebot. Gott stellt sich selber vor. Wo in der deutschen Übersetzung von Martin Luther "HERR“ steht, lesen wir in der hebräischen Bibel „Jahwe“. Luther machte es in seiner Übersetzung den Juden nach. Sie hatten Scheu, den Namen Gottes auszusprechen. Sie wollten ihn nicht missbrauchen. Sie wollten das dritte Gebot nicht übertreten.

 

„Jahwe“ ist der Name Gottes, den er schon lange vorher dem Mose bei einer Begegnung in der Wüste offenbart hatte. Dieser Name bedeutet: „Ich bin, wer ich bin.“ Oder: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Gott wird nicht durch irgendwelche Umstände oder andere Mächte bestimmt. Er bestimmt sich ausschließlich selbst. Er ist darum treu und zuverlässig.

 

Dass Gott sich mit seinem Namen vorstellt, bedeutet, dass er von uns angeredet werden will. Er will zu uns eine Beziehung haben. Er will, dass wir ihn persönlich kennen. Gott ist keine Weltformel. Er ist kein philosophischer Gedanke. Er ist der Schöpfer und Herr des Universums. Und er will zu uns eine persönliche Beziehung haben.

 

Weiter geht es: "Ich bin Jahwe, dein Gott". Da stockt einem der Atem. Das kann doch nicht wahr sein. Man kann doch nicht Gott mit einem besitzanzeigenden Fürwort verbinden. Gott ist doch nicht mein Besitz. Ich kann ihn doch nicht in die Tasche stecken. Das ist wahr. Wir dürfen so von uns aus nicht über Gott reden. Das wäre anmaßend. Aber Gott redet so von sich. Er will uns gehören. Er will zu uns gehören. Das ist seine Liebeserklärung an uns.

 

Aber es kommt noch erstaunlicher. Gott stellt sich vor, indem er auf seine Tat der Befreiung Israels aus der Knechtschaft in Ägypten verweist. Als er Israel aus der Sklaverei befreite, hat er gezeigt, wer er ist. Diese Rettung aus der Sklaverei war die wichtigste Tatsache in der Geschichte des Volkes Israel. Diese Rettungstat ist das Markenzeichen des lebendigen Gottes, der sich mit Israel in Liebe verbindet.

 

Was Gott durch die Rettung aus Ägypten für Israel getan hat, das hat er für alle Menschen durch das Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus getan. In der Person von Jesus Christus ist Gott Mensch geworden.

 

Wir leben in dem Wahn, wir könnten unsere eigenen Herren sein. In Wirklichkeit aber leben wir unter der Fremdherrschaft von Lüge, Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Die Bibel sagt uns, dass wir unter die Herrschaft des Bösen, des Satans, geraten sind, weil wir uns von Gott los gesagt haben.

 

Durch Jesus sprengt Gott selbst diese Sklaverei. Alles Böse in unserem Leben nimmt er mit in seinen Tod am Kreuz. Weil er auferstanden ist vom Tode, hat er die Macht des Bösen besiegt. Jesus führt uns in die Freiheit. Wir folgen ihm aus Dankbarkeit und sind mit ihm unterwegs zu Gottes neuer Welt. Das ist die atemberaubende Parallele zur Befreiungsgeschichte des Volkes Israel.

 

Verstehen Sie nun, warum das erste Gebot das wichtigste Gebot ist? Am Anfang steht nicht die Moral. Und hilft kein Appell, dass wir tun sollten, was wir im Grunde nicht tun können. Dem Gefangenen hilft kein Aufruf: "Komm heraus aus der Gefängniszelle!" Er kann es nicht. Ihm hilft nur die Befreiung, die von außen kommt. Erst dann kann er sich wieder bewegen.

 

Zuerst kommt also die Selbstvorstellung Gottes und seine Liebeserklärung. Er nennt uns seinen Namen. Er will, dass wir mit ihm reden können. Er will zu uns gehören und wir sollen zu ihm gehören. Dass er das ernst meint, hat er durch das Sterben und Auferstehen von Jesus Christus bewiesen.

 

Erst dann kommt das Gebot: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Niemand anders soll diese Schlüsselstellung in deinem Leben einnehmen. Niemand anders verdient es, diese Schlüsselstellung in deinem Leben einzunehmen. Häng dein Leben nicht an die Dinge, sondern nur an den Schöpfer der Dinge! Er hat dein Leben geschaffen. Er hat dich aus der Gefangenschaft gerettet. Er will, dass dein Leben gelingt. Du sollst mit ihm in Beziehung leben.

 

Kennen Sie das erste Gebot? Haben Sie in ihm die Liebeserklärung Gottes gehört? Haben Sie zur Kenntnis genommen, dass Gott sich für uns alle mit Namen vorstellt? Der Name Gottes „Jahwe“, mit dem Gott sich dem Volk Israel bekannt gemacht hat, ist für alle Menschen durch den Namen „Jesus“ noch näher gekommen und noch verbindlicher geworden. Dieser Name Jesus bedeutet übersetzt "Rettung", "Hilfe". Jesus ist Gottes Hilfe in Person. Diese Hilfe ist die Rettung unseres Lebens.

 

Die Antwort

Wie können wir dieses erste Gebot befolgen? Wenn der erste Satz eine Liebeserklärung ist, sollte die Antwort nicht zu schwer sein. Gottes Liebeserklärung erwartet von uns eine Reaktion. Was ist die angemessene Reaktion? Dass wir über die Liebeserklärung diskutieren? Es wäre schade, wenn als Antwort auf Gottes Liebe nur eine müde Diskussion entstünde.

 

Liebe sehnt sich nach Gegenliebe! Gott wartet darauf, dass wir ihm Antworten. Sie können ihm sagen: "Ja, ich nehme deine Liebe an. Ich will ganz und gar zu dir gehören. Ich danke dir, dass du mich durch Jesus befreit hast. Ich nehme die Vergebung der Sünden an. Du sollst der Herr meines Lebens sein. Du bist mir konkurrenzlos wichtig. Dir will ich folgen."

Gebrauchsanweisung für die Freiheit

 

Gott schenkt uns die Freiheit. Aber jetzt soll diese Freiheit auch gelebt und erhalten werden. Das ist nicht selbstverständlich. Schauen Sie sich die vielen Länder an, die in der letzten 50 Jahren ihre Freiheit von der Kolonialherrschaft errungen haben. Sehr viele von ihnen sind in Diktaturen und in Korruption versunken. Es ist eine Sache, die Fremdherrschaft abzuschütteln und die Freiheit zu gewinnen. Eine andere ist es, das Leben in der Freiheit so zu gestalten, dass die Freiheit auch erhalten bleibt.

 

Es ist großartig, wenn ein Mensch aus dem Gefängnis in die Freiheit entlassen wird. Aber Sie wissen, wie viele von den Entlassenen wieder rückfällig werden und über kurz oder lang wieder im Gefängnis sitzen. Sie können das Leben der Freiheit einfach nicht richtig gestalten.

 

Darum gibt Gott den Menschen nach dem ersten Gebot noch neun weitere Lebensregeln. Das sind die entscheidenden Wegweiser zum Erhalt des Lebens in Freiheit. Das ist die Gebrauchsanweisung für die Freiheit.

Leben aus der Quelle schöpfen!

Wir können diese Gebote Gottes in einzelnen Gruppen zusammenfassen. Zunächst will Gott gewährleisten, dass wir den Kontakt zur Quelle des Lebens, zum Schöpfer, behalten. Er sagt uns nicht nur, was wir tun sollen. Es zeigt uns auch, wo die Kraft liegt, es tun zu können.Das zweite Gebot lautet: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen!“

 

Gott will nicht, dass wir uns mit selbst gemachten Einbildungen betrügen. Man kann heute gelegentlich hören: "Hauptsache, man glaubt etwas. Wenn es einem hilft, ist das okay, auch wenn es vielleicht eine Selbsttäuschung sein sollte." Nein, das ist nicht okay. Das ist Betrug. Das ist wie Drogen. Man nimmt sie, um ein gutes Gefühl zu haben, auch wenn das Leben schlecht läuft. Man will die Wirklichkeit gar nicht so genau kennen.

 

Karl Marx war der Meinung, dass alle Religionen Betrug zur Schmerzbetäubung seien. Darum hat er sie Opium des Volkes genannt. Gott selbst steht offensichtlich eher auf der Seite von Karl Marx als auf der Seite derer, die einen eingebildeten Gottesglauben als Beruhigungsmittel für gut halten.

 

Gott will nicht, dass wir uns selbst belügen. Wir müssen uns nicht an selbst gemachte Weltanschauungen hängen. Wir müssen uns nicht ans Geld, als einen Gott, der alles in unserem Leben regiert, hängen. Wir sollen uns nicht an die Geschöpfe hängen, sondern an den Schöpfer. Das leuchtet doch ein, oder?

Es geht im Bilderverbot der Bibel darum, dass Bilder von Menschen, Tieren, Gegenständen und gedankliche Vorstellung, die sich Menschen machen, nicht als Vergegenwärtigungen Gottes angesehen und angebetet werden. Solche Bilder kann man sichtbar produzieren. Man kann sie aber auch als Vorstellung im Kopf produzieren und verehren. Der Schöpfer der welt läßt sich in solche Produkte nicht einfangen. Wir landen also immer nur bei uns selbst. Klar, wir haben die Produkte ja selbst gemacht.

 

Einige Jahrhunderte, nach dem Gott dem Volk Israel dieses wunderbare Gebot gegeben hatte, muss der Prophet Jeremia in aller Öffentlichkeit eine Klage Gottes vortragen: "Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.“ (Jeremia 2,13) Anstatt frischem Quellwasser nur abgestandenes, schlecht schmeckendes Wasser. Das ist doch Dummheit! Aber leider ist das unsere Realität. Wir wissen es sehr immer besser. Wir glauben nicht, dass Gott die Quelle des Lebens ist und trinken aus vergifteten Reservoirs.

 

Das Vorrecht gebrauchen, mit Gott sprechen zu dürfen

 

Das dritte Gebot lautet: "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht."

 

Sie wissen ja, was Telefonterror ist. Es ruft jemand dauernd an, obwohl er gar kein vernünftiges Gespräch mit einem führen will. Vor allen Dingen will der Angerufene nicht mit ihm sprechen. Das nervt schrecklich. Ist Ihnen aufgefallen, wie viele Menschen dauernd „ Mein Gott, mein Gott" sagen, obwohl sie mit Gott gar nichts am Hut haben? Sie rufen ihn an, obwohl sie ihn gar nicht meinen. Diese gedankenlose Verwendung ist sicher ein Missbrauch der Anrede „Gott“.

 

Gott hat seinen Namen offenbart, damit wir ihn anrufen. Er erlaubt uns, dass wir mit ihm sprechen dürfen. Was für ein Vorrecht! Wenn wir dieses Vorrecht nicht nutzen, schaden wir uns selbst schwer. Verbindungen sind nicht nur das halbe, sondern das ganze Leben! Wer gute Verbindungen zu einflussreichen Personen hat, wird sie nutzen. Das ist doch selbstverständlich.

 

Verständlich wäre eigentlich auch, dass Gott für uns nicht zu sprechen ist. Er ist der Herr des Universums, wir sind winzige Kreaturen. Er ist der heilige Gott, aber unser Leben ist ganz und gar nicht heilig. Wir passen eigentlich nicht zu ihm. Einfach mit ihm zu sprechen wie mit einem guten Bekannten, das ist eigentlich eine unverschämte Anmaßung, oder?

 

Tatsächlich aber ist Gott in seiner Barmherzigkeit so groß, dass er für uns zu sprechen sein will. Und zwar jederzeit. Er freut sich, wenn wir ihm unsere Freude und Dankbarkeit mitteilen. Er hört uns, wenn wir mit unseren Klagen und Tränen zu ihm kommen. Die Kleinigkeiten des Alltags, die uns Kummer machen, sind ihm nicht gleichgültig. Jesus hat einmal gesagt, dass sogar die Haare auf unserem Kopf alle gezählt worden sind. Das ist extrem. Ich habe mich noch nie um die Anzahl der Haare auf meinem Kopf gekümmert. Sorgt Gott sich wirklich um solche Belanglosigkeiten? Jesus will damit sagen: Gottes ist bereit und fähig, auch die kleinsten Sorgen unseres Lebens zu Herzen zu nehmen. Wir müssen nicht so tun, als könnten wir mit Gott nur über Weltpolitik reden. Unsere Alltagsdinge sind ihm wichtig genug. Das ist Liebe!

 

Er will sogar mit uns über die unangenehmen Dinge sprechen. Ja, gerade die sind ihm wichtig. Er will, dass wir unser Versagen, das Böse, unsere Schuld vor ihm zur Sprache bringen und um Vergebung bitten. Das ist wichtig, damit unsere Beziehung zu Gott in Ordnung bleibt.

 

Die scharfe Warnung vor dem Missbrauch des Namens Gottes ist die Kehrseite der dringenden Aufforderung, seinen Namen anzurufen. Machen wir von unserem geschenkten Vorrecht Gebrauch!

Regelmäßig aufatmen!

 

Das vierte Gebot ist vielleicht eines der wichtigsten in unserer hektischen Zeit: "Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun."

 

Der Sabbattag ist der Feiertag. Was bedeutet „heiligen“? Gott ist heilig. Heiligen bedeutet heilig machen, etwas der Heiligkeit Gottes entsprechend gestalten. Darum soll der Feiertag ganz und gar für Gott reserviert und von ihm bestimmt sein.Das machen wir in den europäischen Gesellschaften heute schon. Allerdings nicht dem Gott entsprechend, der sich in Jesus geoffenbart hat. In Europa wird mehrheitlich Geld als Gott verehrt. Folgerichtig wird am Feiertag das getan, was dieser Gott befiehlt: Arbeiten, um noch mehr Geld zu verdienen. Dieser Gott „Geld“ ist ein Treiber. Er lässt uns keine Ruhe. Er hetzt uns durch unser Leben, bis wir tot umfallen.

 

Der Schöpfer und Erhalter des Lebens geht anders mit uns um. Er weiß, dass unser Leben viel komplizierter und empfindsamer ist als jede Maschine. Unsere Autos bringen wir regelmäßig in die Inspektion. Wir wissen, dass der Wagen eines Tages stehen bleibt, wenn wir ihn nicht pfleglich behandeln. Warum gehen wir mit unserem Leib und unserer Seele schlechter um als mit unseren Autos?

 

Der Schöpfer des Lebens muss es doch wissen! Er sagt uns, dass unser Organismus alle sieben Tage einen Ruhetag braucht. Das heißt nicht nur, dass wir schlafen müssen. Vor allen Dingen ist es wichtig, dass wir an diesem Tag in die Hände des Schöpfers kommen. Er will sich sorgfältig um uns kümmern. Deshalb feierm wir in der Gemeinschaft seiner Kinder diesen Tag. Wir feiern Gottesdienste. Wir singen und beten miteinander. Wir hören auf das Wort Gottes. Es gibt uns Kraft und Mut, Orientierung und Korrektur. Wir genießen die Gaben Gottes an diesem Tag, die Schönheit der Natur, gute Speisen, Unterhaltung. Wir suchen die Erholung.

 

Merken Sie jetzt, dass alles vom ersten Gebot abhängt? Das erste Gebot bestimmt die nachfolgenden Gebote. Wenn der Schöpfer und Befreier unser Leben bestimmt, dann wird der Rhythmus unseres Lebens auch schöpferisch und befreiend sein. Wenn wir vom Geld und von materiellen Gütern beherrscht werden, dann wird unser Leben wie Ware oder wie ein Gegenstand behandelt.

 

Hält der Generationenvertrag noch?

 

Das fünfte Gebot lautet: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird."

 

Wer hätte gedacht, dass das Thema Familie zu einem der wichtigsten politischen Themen unserer Zeit werden würde? Leider ist der Grund beschämend. Wir stellen in Deutschland fest, dass nicht genug Kinder geboren werden, um eines Tages die Renten für die immer älter werdende Bevölkerung zu bezahlen. Also geht es eigentlich wieder ums Geld und nicht um die Kinder.

 

Immerhin, wir begreifen heute, dass der Zusammenhalt der Generationen überlebenswichtig ist. Gottes Wort macht uns darauf aufmerksam, dass der Respekt für die Eltern eine wichtige Grundlage für den Zusammenhalt der Generationen und das Leben in der Gesellschaft ist.

 

Das Gebot hat eine spezielle Verheißung: „...dass du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird“. Gott hat dem Volk Israel versprochen, dass es in einem fruchtbaren Land ein Zuhause finden wird. Das Wohl der Gesellschaft, den dauerhaften Genuss der guten Gaben Gottes bindet Gott an den Respekt der Kinder für die Eltern.

 

Dieses Gebot richtet sich nicht zuerst an Teenager, die vielleicht gerade Schwierigkeiten mit ihren alten Herrschaften haben. Das war damals im alten Israel kein Problem.  Das Gebot gilt vor allem für erwachsene Kinder, die eine Verantwortung für ihre alten Eltern haben. Das ist heute ein heißes Thema. In einer Gesellschaft, in der die Menschen immer älter werden, müssen wir Lösungen finden, wie alte Menschen in würdiger Weise ihr Leben zum Ziel bringen können. Das ist nicht nur ein finanzielles Problem. Da geht es vor allem um den Respekt, den die jüngere für die alt und schwach werdende Generation aufbringt.

 

Übrigens brauchen die Kinder keine Sorge zu haben, dass dieses Gebot dazu führt, dass Eltern einfach autoritär bestimmen können. Die Bibel ermahnt die Eltern, insbesondere die Väter: "Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Disziplin und Ermahnung des Herrn." (Epheser 6,4)

 

Zerstört die Ehe nicht!

 

Ich wiederhole: Mit der Liebeserklärung im ersten Gebot schenkt Gott uns das Leben in Gemeinschaft mit sich selbst. Die folgenden Gebote sind Wegweisungen und Leitplanken, damit das geschenkte Leben sich gut entfalten kann und nicht zerstört wird. Bei jedem Satz wird einem deutlich, dass es um eine Vertrauenssache geht. Wenn wir der Liebe Gottes vertrauen, werden wir ihm auch glauben, dass er, der Erfinder des Lebens, uns mit seinen Anweisungen Gutes tut.

 

Das gilt auch für eines der heute umstrittensten Gebote: "Du sollst nicht ehebrechen!" Du sollst die Ehe nicht zerstören!

 

Wer will das schon? Die Leute heiraten ja alle aus Liebe. Die Verliebten schweben im siebten Himmel. Leider ist das Feuer allzu schnell aus. Kann man verlangen, dass zwei zusammenbleiben, wenn ihnen die Beziehung nichts mehr bringt?

 

Natürlich kann man das! Ich sage das bewusst provozierend.

Das große Missverständnis

Das große Missverständnis der Neuzeit ist, dass wir Liebe auf Gefühl haben schrumpfen lassen. Nichts gegen die schönen Gefühle. Aber jeder kann wissen, dass Gefühle kommen und gehen, jedenfalls nicht von Dauer sind. Vom Gefühl des Verliebtseins kann jeder wissen, dass es eine biologische Erscheinung ist, die mit dem Paarungsverhalten zusammenhängt. Es überfallt uns auf unerklärliche Weise und vergeht nach spätestens zwei Jahren, wenn es nicht schon früher gestört wird.

 

Um unser Englisch aufzufrischen und das Schmunzeln zu trainieren, lesen meine Frau Regine und ich immer mal wieder in einem Kalender mit englischen Witzen. Neulich fanden wir den hier – ich liefere ihn auf Deutsch, obwohl der Humor so typisch Englisch bleibt, dass wir Deutsche schon Nachhilfe zum Lachen brauchen: „Nachdem sie ein bisschen zu viel getrunken haben, verbringen eine Ameise und ein Elefant eine leidenschaftliche Nacht. Als die Ameise am nächsten Morgen wach wird, entdeckt sie, dass der Elefant tot ist! ‚Au weh!’ sagt sie: ‚Eine romantische Nacht und ich muss für den Rest meines Lebens ein Grab buddeln!’“

 

Also zurück zu dem allzu vergänglichen Gefühl des Verliebtseins. Wenn es verlöscht, wird klar, dass Liebe mehr sein muss, nämlich die Entscheidung für den anderen Menschen zu leben, ihm Gutes zu tun, für ihn Opfer zu bringen, ihn wertzuschätzen. Will ich das? Diese Entscheidung muss man treffen und dann praktisch umsetzen: Was braucht der Partner oder die Partnerin? Wie kann ich ihr meine Liebe mitteilen? Bin ich bereit, auch in schweren Zeiten – in Krankheit und im Alter – das Leben mit ihr oder ihm zu teilen. Was sind unsere Ziele? Welche Werte sind uns wichtig? Was ist die Grundlage unseres gemeinsamen Lebens? Wie wollen wir unsere Konflikte lösen? Wollen wir miteinander Kinder haben und für sie gemeinsam verantwortlich sein? Was ist, wenn wir keine Kinder haben können?

 

Liebe ist Hingabe und Opfer des Lebens. Sie besteht aus Willensentscheidungen und Taten, mehr als aus Gefühlen. Interessanterweise wachsen die Gefühle gewissermaßen nach, wenn wir Liebe praktisch leben. Die Tat ist sozusagen die Lokomotive im Zug der Liebe. Das Gefühl ist einer der Wagen, den die Lokomotive zieht. Wer das Gefühl zur Lokomotive macht, der erlebt, dass die Liebe allzu bald auf der Strecke stehen bleibt.

 

Auch hier geht es um das 1. Gebot. Zuerst empfangen wir die Liebe Gottes. Er liebt uns, obwohl wir uns wie Feinde ihm gegenüber verhalten. Er liebt uns, obwohl wir ihm die kalte Schulter der Gleichgültigkeit gezeigt haben. Diese Tat der Liebe Gottes hat ihre stärkste Konzentration im gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an den glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16)

 

Gott bietet uns eine unerschöpfliche Quelle, aus der Liebe, Treue und Vergebung strömen. Wir können daraus schöpfen und einander weitergeben. Wenn wir unsere Ehe vor Gott schließen, versprechen wir einander, dass wir uns gegenseitig lieben und ehren, in Freude und Leid uns nicht verlassen wollen, bis der Tod uns scheidet. Wir versprechen uns das gegenseitig und nehmen Gott als Zeugen. Wir geben damit auch Gott ein Versprechen. Er kann es von uns erwarten, dass wir unser Versprechen halten, weil er uns die Kraft der Liebe bietet, damit wir unser Versprechen halten können. Er gibt uns auch die Vergebung, die wir einander weitergeben können. Darum lehrt Jesus seine Jünger zu beten: „Vergib uns unsere Schuld, wie wir denen vergeben, die an uns schuldig werden.“ Dieser Satz aus dem Vaterunser ist vielleicht das wichtigste Lebensmittel für jede Ehe.

 

Am Anfang steht Gottes Geschenk. Danach gibt Gott sein Gebot, damit dieses Geschenk seine Schönheit nicht verliert. Weil dieses Geschenke so kostbar ist, gibt Gott uns klare Wegweisungen. Die intime sexuelle Vereinigung zwischen Mann und Frau gehört in den Schutzraum der Ehe. Sexualität ohne die sich opfernde Liebe wird schnell zum Werkzeug des Egoismus. Leider wird Sexualität heute allzu oft sogar als Gewalt erlebt. Damit ist sie zum Gegenteil von Liebe verkommen.

 

Im Unterschied zu den Tieren haben wir als Menschen Verantwortung vor Gott. Gott hat den Menschen aus allen Geschöpfen berufen und befähigt, dass er Gott Antwort geben kann. Wir können uns also nicht hinter unseren Instinkten verstecken. Bestimmte Veranlagungen und Neigungen entschuldigen nicht unsere Lebenspraxis. Es gehört zur Würde des Menschen, dass er für seine Entscheidungen Verantwortung übernehmen muss. Heterosexuelle Neigungen rechtfertigen keinen Ehebruch. Homosexuelle Neigungen rechtfertigen nicht homosexuelle Praktiken.

 

Sie sagen, das sei altmodisch? Wieso altmodisch? Die Sehnsucht der Menschen heute nach dauerhaften Liebesbeziehungen ist so groß wie nie zuvor. Das können Sie in jeder soziologischen Studie nachlesen. Besonders bei jungen Leute stehen Werte wie Freundschaft und Familie ganz hoch im Kurs. Aber die Beziehungen halten nicht. Sie zerbrechen immer öfter und immer schneller.  Wir kommen ohne die Kraft der Treue Gottes nicht zurecht. Wir brauchen die verbindliche Verpflichtung, die uns zusammenhält. Wir müssen uns gegenseitig stützen, dass wir unsere Versprechen, die wir einander vor Gott gegeben haben, halten. Wir brauchen die Kraft, unsere Probleme miteinander in den Ehen und Familien zu lösen, anstatt davor zu fliehen.

Der Schutz für Leib und Leben

Die anderen Gebote drücken die Fürsorge Gottes für das Leben des Menschen in allen seinen weiteren Facetten aus. „Du sollst nicht töten!“ – „Du sollst nicht stehlen!“ – „Du sollst nicht lügen!“ – „Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört!“

Jesus hat das in der Goldenen Regel zusammengefasst: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ (Matthäus 7,12) Auch das hängt mit dem ersten Gebot zusammen. Unser Leib und Leben sind Gottes Eigentum.

 

Darum ist das Leben des Menschen nicht in der Verfügungsgewalt des Menschen. Das gilt für sein Leben im Mutterleib, auch für behindertes Leben, auch für das Leben, wenn es zum Sterben geht. Ja, die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar. Es kann weder sogenannten höheren Zwecken noch politischen Zwecken noch irgendeinem Nützlichkeitsdenken noch einem Kollektiv – sei es Volk, Staat, Partei oder religiöse Gruppe – untergeordnet werden.

 

Das gilt auch für den Besitz des Menschen. Gerade weil Gott dem Menschen gibt, was er zum Leben braucht, auch seine Arbeitskraft, die Intelligenz und was er damit schaffen kann, bekommt man es mit Gott selbst zu tun, wenn man Hab und Gut eines Menschen antastet. Es bleibt letzten Endes alles Gottes Eigentum. Er gibt es den Menschen zur Verwaltung auf Zeit.

 

Der Mensch braucht die Ehrlichkeit wie die frische Luft zum Atmen. Wer lügt und betrügt, vergilftet die Luft, die er selber atmen muss. Gott aber ist in seiner Liebe wahrhaftig und absolut zuverlässig. Wer von diesem Wort der Treue Gottes lebt, der wird in seinem Reden wahrhaftig und zuverlässig. Jesus hat gesagt: „Eure Rede sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“ (Matthäus 5,37)

 

Wie einfach und erholsam kann das Leben sein, wenn wir uns auf unsere Worte verlassen können! Wiederum: Alles hängt vom ersten Gebot ab. Wer die Zusage der Liebe Gottes gehört hat, der wird in seinem ganzen Leben davon geprägt. Wer einmal die frische Luft der Wahrhaftigkeit geatmet hat, der will nicht mehr in den Mief der Lüge zurück.

 

Das zehnte Gebot ist wohl das unbekannteste, dabei ist es vielleicht heute das aktuellste. „Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.“

 

Man kann sich fragen, ob unsere Wirtschaft überhaupt noch funktionieren würde, wenn wir dieses Gebot ernst nähmen. Werden wir nicht dauernd verführt, neidisch auf den Besitz der anderen zu schielen. Solange andere noch mehr haben, noch Schöneres haben, sind wir nicht zufrieden. Die Klamotten, die im letzten Jahr Mode waren, kann doch heute keiner mehr anziehen, oder? Die Autos veralten einem ja in der Garage, während man die Werbung im Fernsehen anschaut.

 

DER SPIEGEL, nicht als Kirchenzeitung verdächtigt, brachte vor längerer Zeit schon eine Titelgeschichte über die Lage in Deutschland. Überschrift auf der Titelseite „Die Neid-Gesellschaft“. Keiner verrät, was er verdient. Entweder man schämt sich, dass man nicht so viel wie andere verdient. Oder man fürchtet den Neid der anderen.

 

Jesus hat in seiner Regierungserklärung – der Bergpredigt – gesagt: „Trachtet zuerst nach Gottes Herrschaft und nach seiner Gerechtigkeit, dann wir euch solches alles (was ihr zum Leben braucht, z.B. Essen, Trinken und Kleidung) zufallen.“ (Matthäus 6,33)

 

Spiegel, Leitplanken und Wegweiser

 

Auf dreifache Weise können uns die Zehn Gebote in unserem Leben helfen.

 

a. Sie sind wie ein Spielgel

 

Wir schauen hinein und erschrecken, das unser Leben nicht den Geboten Gottes entspricht.

 

Scheuen Sie diesen Blick nicht. Denken Sie daran: Am Anfang steht die Liebeserklärung Gottes. Und der Beweis seiner Liebe ist die Befreiung auf der Sklaverei. Wenn wir entdecken, dass das Böse unser Leben knechtet und zerstört, rennen wir zum Kreuz von Jesus und rufen um Hilfe. „Vergib mir meine Schuld!“ Ich bin anderen Göttern nachgelaufen, ich habe mein Leben und das anderer misshandelt, die Ehe gebrochen, ich war untreu, ich habe gelogen und gestohlen. Ich werde vom Neid und von der Habgier aufgefressen.

 

Finden Sie sich nicht damit ab. Beschönigen Sie Ihre Lebensweise nicht. Bekennen Sie das Unrecht. Erbitten und empfangen Sie die Vergebung der Schuld von Jesus. Er ist dafür gestorben und auferstanden.

 

 

b. Sie sind wie Leitplanken

 

Die Verneinungen „Du sollst nicht...“ sind wie die Leitplanken auf den Bergstraßen. Sie bewahren uns davon, in den Abgrund zu fahren. Wollen wir uns wirklich darüber beschweren, dass sie unsere Bewegungsfreiheit einengen? Das ist doch Wahnsinn. Die Bewegung, die uns jenseits der Leitplanke erwartet, ist der Sturz in den Abgrund. Gott sei Dank gibt es Leitplanken!

 

Ich habe neulich eine TV-Film über die Herstellung solcher Leitplanken gesehen. Unerhört gut, was die alles abfangen und abfedern. Gottes Gebote sind viel besser konstruiert als die besten Leitplanken.

 

 

c. Sie sind Wegweiser

 

Die Gebote Gottes zeigen uns den Weg zu einem gelingenden und erfüllten Leben. Nun mögen die Vorstellungen darüber, was ein solches Leben ist, verschieden sein. Die Wegweiser sind vom Schöpfer, Erhalter, Retter und Vollender des Lebens aufgestellt. Wenn einer weiß, wie das Leben gelingen kann, dann Er.

 

Der Konstrukteur eines Gerätes weiß am besten, wie es richtig zu gebrauchen ist. Danach wird die Gebrauchsanweisung verfasst.

 

Die Zehn Gebote sind die Kurzfassung der Gebrauchsanweisung, die der Schöpfer des Lebens geschrieben hat. Wir sind bestens beraten, wenn wir ihr folgen. Wir werden Freude am Leben haben.


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